Hohe Versandkosten als Kaufkiller

Laut einer Umfrage von ibusiness.de sind für 71 % der Kaufabbrecher im Online-Shopping zu hohe Versandkosten der Grund, den Kauf nicht abzuschließen. Umso wichtiger ist es, die Versandkosten frühzeitig zu kommunizieren und Einkäufe mit günstigen bzw. gar keinen Versandkosten zu ermöglichen.

Versandkosten richtig kalkulieren

Im Bezug auf die Versandkosten gibt es im Online-Shopping ein Dilemma: Der Händler möchte möglichst wenig Kosten tragen, da diese seinen Gewinn schmälern, der Käufer dagegen möglichst geringe oder am besten gar keine Versandkosten zahlen, da sie den Kaufpreis für ihn erhöhen. Umso wichtiger ist es, bei der Kalkulation genau und klug vorzugehen. Dies Versandkosten setzen sich aus folgenden Faktoren zusammen:

  • Kosten für die Verpackung wie Kartonagen, Umschläge und Klebeband
  • Füllmaterial
  • Paketaufkleber
  • Porto
  • Druck- und Materialkosten

Der größte Anteil geht an den Paketdienstleister, wobei dieser Kostenanteil sinkt, je größer das Paket ist. Um die Kosten für den Versand möglichst gering zu halten, ist es wichtig, keine zu großen Pakete zu verschicken und so die Kosten für die Verpackung und das Füllmaterial zu reduzieren. Ebenso kann es sinnvoll sein, einen günstigen Dienstleister zu wählen – dies kann allerdings auf Kosten der Liefergeschwindigkeit gehen, die mindestens zur Unzufriedenheit beim Kunden führt.

Versandkostenfrei – ein Plus für den Shop

Am liebsten kaufen Online-Shopper natürlich versandkostenfrei. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel können die Kosten fürs Verpacken und Verschicken in die Produkte eingepreist werden – Dies macht die Produkte teurer, dafür werden keine zusätzlichen Versandkosten erhoben. Allerdings werden Käufer, die genau auf den Preis schauen, eventuell übersehen, dass in anderen – billigeren – Shops noch die Versandkosten aufgeschlagen werden.

Ein Mittelweg ist die Versandkostenpauschale. Dabei wird ein Teil der Versandkosten in Form der Pauschale extra berechnet, der andere Teil wird in die Produktpreise miteinkalkuliert. Dies ermöglicht im Vergleich niedrigere Kosten für den Versand, ohne das Produkt zum preislichen Ausreißer nach oben zu machen.

Eine weitere Variante ist ein Mindestbestellwert, ab dem versandkostenfrei versendet wird. Dies bietet dem Kunden nicht nur einen Vorteil, sondern wirkt auch umsatzsteigernd, weil das Angebot zu zusätzlichen Käufen animiert.

Konkurrenzanalyse

Um den richtigen Preis für die Versandkosten zu ermitteln, ist es wichtig, sich auf anderen Shops mit ähnlichem Produktsortiment umzuschauen. Denn sparsame Käufer orientieren sich am Gesamtpreis. Die Kosten schwanken sehr, sinnvoll ist es, sich hier im Mittelfeld zu bewegen.