Multishop-Arbeitsweise
Diese Anleitung zeigt, wie Arbeit in mehreren Shops sauber geplant, ausgefuehrt und kontrolliert wird.
Inhaltsverzeichnis
Ziel
Nach dieser Anleitung kannst Du unterscheiden, ob eine Aenderung fuer einen einzelnen Shop, fuer mehrere Shops oder fuer gemeinsam genutzte Daten gilt.
- Du pruefst vor Aenderungen den aktiven Shopkontext.
- Du erkennst shopbezogene Einstellungen in Stammdaten, Content, Menues, Sidebars und Produkten.
- Du planst passende Shopfreigaben fuer Benutzer und Gruppen.
- Du findest typische Ursachen, wenn Inhalte oder Produkte in einem Shop fehlen.
- Du kontrollierst nach Aenderungen die Wirkung im passenden Frontend.
Wann diese Anleitung passt
- Mehrere Shops nutzen denselben Backendbereich.
- Ein Shop soll eigene Domain, Sprache, Theme, Kundengruppe oder Startkategorie bekommen.
- Content, Startseite, Header-Menue oder Sidebar sollen pro Shop unterschiedlich wirken.
- Produkte sollen nur in bestimmten Shops sichtbar sein.
- Ein Benutzer soll nur bestimmte Shops bearbeiten.
- Ein Unterschied zwischen zwei Shops soll systematisch gesucht werden.
Grundprinzip
Multishop-Arbeit besteht aus mehreren Ebenen. Eine Aenderung wirkt nur dann wie erwartet, wenn alle Ebenen zusammenpassen.
- Shop-Stammdaten: Name, Domain, Status, Standardshop, Sprache, Theme, Kundengruppen, E-Mail-Absender, Signaturen und Startbereich.
- Shopauswahl im Backend: viele Bereiche nutzen einen aktiven Shopkontext. Der gewaehlte Shop bestimmt, welche Daten bearbeitet werden.
- Shopfreigaben: Benutzer und Gruppen koennen auf bestimmte Shops begrenzt werden.
- Shopbezogene Inhalte: Menues, Sidebars, Texte, Contentseiten, Startseite und Bausteine koennen je nach Shop getrennt gepflegt werden.
- Sortiment und Sichtbarkeit: Produkte, Kategorien, Hersteller, Sprache und Kundengruppe entscheiden gemeinsam, was im Frontend erscheint.
Vor jeder shopbezogenen Aenderung zuerst den aktiven Shop, die Shopfreigabe und den betroffenen Datenbereich pruefen.
Entscheidungshilfe
- Neue Marke oder eigener Auftritt: eigenen Shop mit Domain, Theme, Sprache, E-Mail-Daten, Startbereich und Frontend-Kontrolle vorbereiten.
- Gleicher Shop, andere Startseite: Content, Startseitenbausteine, Header-Menue und Sidebar im passenden Shopkontext pflegen.
- Gleiches Sortiment, anderer Kundenkreis: Kundengruppen, Standard-Kundengruppen und Produktfreigaben pruefen.
- Anderes Sortiment: Startkategorie, Herstellerfilter, Produktzuordnungen, Kategoriebaum und leere Kategorien pruefen.
- Andere rechtliche oder kommunikative Daten: statische Texte, E-Mail-Absender, Signaturen, Impressum und Kontaktbereiche shopbezogen kontrollieren.
- Getrennte Teams: Benutzergruppen und Shopfreigaben so planen, dass jedes Team nur die passenden Shops bearbeiten kann.
Ablauf fuer einen neuen Shop
- Ziel des Shops festlegen: Marke, Land, Zielgruppe, Sortiment oder eigener B2B-Bereich.
- Shop-Stammdaten anlegen und Status bewusst setzen.
- Domain, SSL, Sprache und Standardwerte pruefen.
- Kundengruppen aktivieren und Standard-Kundengruppen fuer Gast, Neukunde und Bestand setzen.
- Theme, Startkategorie, Herstellerfilter und leere Kategorien passend waehlen.
- E-Mail-Absender, Signaturen, rechtliche Texte und Kontaktinformationen pflegen.
- Benutzer oder Gruppen fuer den neuen Shop freigeben.
- Header-Menue, Sidebar, Startseite, Contentseiten und wichtige Produktlisten im Shopkontext anpassen.
- Frontend mit Gast, eingeloggtem Kunden und relevanter Kundengruppe pruefen.
Sicher im richtigen Shop arbeiten
- Shopauswahl beachten: Listen, Formulare und Bausteine koennen den aktiven Shop uebernehmen.
- Standardshop erkennen: der Standardshop ist nicht automatisch der Shop, der gerade bearbeitet werden soll.
- Aktivstatus pruefen: ein gesperrter oder nicht aktiver Shop kann korrekt gepflegt sein und trotzdem nicht wie erwartet erreichbar wirken.
- Alle-Shops-Logik erkennen: manche Inhalte koennen fuer alle Shops gelten, andere sind klar einem Shop zugeordnet.
- Vorher vergleichen: bei Abweichungen zuerst einen funktionierenden Shop mit dem betroffenen Shop vergleichen.
- Nachher kontrollieren: Aenderungen immer im passenden Frontend und mit passender Kundengruppe pruefen.
Content, Menue und Sidebar
Frontend-Gestaltung ist oft shopbezogen. Der gleiche Seitentyp kann je Shop andere Menues, Bausteine und Seitenbereiche nutzen.
- Header-Menue: Menueeintraege werden fuer den gewaehlten Shop gepflegt und koennen auf Kategorie, Contentseite oder eigene Zieladresse zeigen.
- Contentseiten: Seiten koennen allgemein oder shopbezogen wirken. Beim Kopieren und Bearbeiten den Shopkontext pruefen.
- Startseite: Bausteine und statische Texte koennen je Shop andere Einstiege, Aktionen und Teaser bilden.
- Sidebar: Seitenzuordnung, Position, mobile Wirkung und Kategorieblock sollten zum Shop und zum Theme passen.
- Texte und Bausteine: statische und dynamische Textbereiche koennen Sprache und Shopkontext nutzen.
Wenn eine Startseite oder ein Menue im falschen Shop gepflegt wird, sieht die Aenderung im Backend korrekt aus, bleibt im erwarteten Frontend aber unsichtbar.
Produkte und Sortiment
- Startkategorie: begrenzt, welcher Kategoriebaum fuer den Shop als Sortiment relevant ist.
- Herstellerfilter: kann das sichtbare Sortiment zusaetzlich einschraenken.
- Kundengruppe: steuert Preise, Sichtbarkeit und Zugriff zusammen mit den Shop-Kundengruppen.
- Sprache: nur erlaubte Frontend-Sprachen werden im Shop genutzt.
- Produktliste: Produkte koennen durch Kategorie, Hersteller, Aktivstatus, Sprache oder Kundengruppe fehlen.
- Produktdetailseite: auch Detailinhalte, Reiter, Downloads, FAQ und Cross-Selling sollten im passenden Shop kontrolliert werden.
Benutzer und Teams
- Gruppen zuerst planen: wiederkehrende Rollen gehoeren in Benutzergruppen.
- Shopfreigaben setzen: Gruppe oder Benutzer brauchen Zugriff auf die Shops, die bearbeitet werden sollen.
- Fachrechte getrennt pruefen: Shopfreigabe ersetzt keine Rechte fuer Content, Produkte, Bestellungen oder Einstellungen.
- Fehlende Auswahl einordnen: wenn ein Shop nicht waehltbar ist, zuerst die Shopfreigabe pruefen.
- Vertretungen begrenzen: zeitweise Zusatzfreigaben nach der Aufgabe wieder entfernen.
Pruefliste bei Abweichungen
- Ist der richtige Shop im Backend gewaehlt.
- Ist der Shop aktiv und nicht gesperrt.
- Ist die Domain dem richtigen Shop zugeordnet.
- Hat der Benutzer die Shopfreigabe.
- Hat der Benutzer zusaetzlich das fachliche Recht fuer den Bereich.
- Ist der Inhalt allgemein oder shopbezogen angelegt.
- Ist die passende Sprache aktiv.
- Passt die Kundengruppe zum Shop und zum Testkunden.
- Liegt das Produkt in erlaubter Kategorie und erlaubtem Herstellerbereich.
- Wurde das passende Frontend nach der Aenderung neu geprueft.
Typische Stolperfallen
- Falscher Shopkontext: Daten werden bearbeitet, aber im anderen Shop erwartet.
- Standardshop verwechselt: der Standardshop ist nur die Vorgabe, nicht automatisch der aktuelle Arbeitsbereich.
- Shopfreigabe fehlt: fachliche Rechte sind vorhanden, aber der Shop ist fuer den Zugang nicht freigegeben.
- Kundengruppe fehlt: Produkte oder Preise fehlen, obwohl Kategorie und Produkt aktiv sind.
- Allgemein und shopbezogen gemischt: ein Inhalt gilt fuer alle Shops, ein anderer nur fuer einen Shop.
- Theme nicht mitgedacht: ein Baustein ist vorhanden, wird im genutzten Theme aber anders dargestellt.
- Frontend nur als Gast geprueft: Kundengruppen koennen eingeloggte Kunden anders sehen lassen.
Verwandte Bereiche
- Multishop: Detailseite fuer Shop-Stammdaten, Domains, Kundengruppen, Theme und Status.
- Benutzerrechte und Rollen: Rechte, Gruppen und Shopfreigaben sauber planen.
- Backend-Navigation verstehen: Shopauswahl, Menue, Reiter und Arbeitskontext einordnen.
- Startseite sinnvoll gestalten: shopbezogene Einstiege und Bausteine planen.
- Header-Menue sinnvoll aufbauen: Navigation pro Shop und Geraet sinnvoll strukturieren.
- Sidebar-Ansichten planen: Seitenbereiche je Shop, Seite und Geraet ausrichten.
- Produktlisten verbessern: Sortiment, Filter, Sichtbarkeit und Kundengruppen kontrollieren.