Weihnachtszuschläge – die Lieferdienste schlagen auf

Der Umsatzanteil des Online-Handels für Weihnachtseinkäufe lag laut statistischem Bundesamt im Jahr 2017 bei 12,4 %, für 2018 und die Folgejahre wurde ein deutliches Wachstum prognostiziert. Auch der bevh (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V.) geht von mehr Online-Einkäufen zu Weihnachten aus und prognostiziert einen Zuwachs von 10,5 % des Umsatzes. Die Paketdienste reagieren auf dieser Entwicklung mit einem Zuschlag für Sendungen rund um Weihnachten.

Zuschläge der Paketdienstleister

Grund für die Preiserhöhung zur Weihnachtszeit sei die Verteuerung der Zustellung durch die hohe Anzahl an Paketen, als Zuschlag werden pro Paket durchschnittlich 75 ct verlangt (DPD). Ebenfalls Zuschläge angekündigt haben Hermes und UPS. Das gilt nicht nur für die Lieferung der Waren, sondern ebenso für eventuelle Retouren nach Weihnachten. DHL, der Marktführer unter den Zustelldiensten will auf diese Maßnahme allerdings verzichten.

Wer zahlt den Mehrbetrag?

In erster Linie bezieht sich die Erhöhung auf gewerbliche Kunden, also die Online-Händler, die den Versand in Auftrag geben. Inwieweit die Mehrkosten auf den Endkunden abgewälzt werden, bleibt jedem Händler selbst überlassen, ist dies nicht der Fall bekommen die Verbraucher von dieser Entwicklung nichts mit und setzen weiterhin auf die schnelle Lieferung und das große Warenangebot, dass der Online-Handel vor Weihnachten zu bieten hat.

Herausforderung für Paketzusteller

Die wachsende Anzahl an Paketen, die vor und nach Weihnachten unterwegs sind, stellt große logistische Herausforderungen an die Zustelldienste. So rechnet die Deutsche Post mit einem Aufkommen von 11 Millionen Pakete pro Tag. Als Reaktion darauf wird für diese Zeit mehr Personal benötigt. So plant die Post ca. 10.000 Aushilfen ein, ebenfalls im vierstelligen Bereich stocken die anderen Dienstleister wie DPD oder Hermes auf.

Quelle: handelsdaten.de, dpa