Payment und Umsatz – so beeinflussen die Zahlungsverfahren den Online-Handel

Die angebotenen Zahlungsverfahren gehören für Online-Händler zu einer wichtigen Stellschraube im Check-Out. Denn ob die gewünschte Zahlart vorhanden ist, stellt für den endgültigen Kaufabschluss einen wichtigen Faktor dar. In einer Studie von ibi research in Kooperation mit Klarna und Worldline/ SIX Payments wurde dieser Aspekt im Februar 2020 untersucht.

Worum geht es?

Da die Wahl der Zahlungsmethode letztendlich beim Käufer liegt, wurden für die Studie mehr als 1.000 Endkunden zu ihren bevorzugten Zahlungsverfahren befragt. Als Zielgruppe wurden Online-Shopper zwischen 18 und 75 Jahren anvisiert, die regelmäßig online einkaufen. Dabei wurden die zwölf verbreitetsten Paymentmethoden einbezogen, die Fragestellungen bezogen sich auf die Bekanntheit der einzelnen Verfahren, Käufereinschätzungen, bevorzugte Payment-Anbieter und Kaufabbruchquoten nach Zahlungsverfahren.

Ziel der Studie war es, das Zahlungsverhalten und die bevorzugten Methoden von Kunden zu ermitteln und damit Online-Händlern eine Richtschnur an die Hand zu geben, welches Payment-Anbieter Portfolio die Anzahl der Kaufabbrüche bestmöglich reduziert.

Das Angebot bestimmt das Kaufverhalten

Als eindeutiges Ergebnis der auf Szenarien aufgebauten Umfrage ließ sich feststellen, dass die angebotenen Zahlverfahren entscheidend für die Kaufabbruchquoten sind. Bei nur einem Zahlverfahren brechen mindestens 42 % den Check-Out ab. Als optimal hat sich das Angebot der fünf am weitesten verbreiteten Verfahren PayPal, Kreditkarte, Kauf auf Rechnung, Lastschrift, Sofortüberweisung und Vorkasse erwiesen. Durch die Mischung ließ sich die Abbruchquote auf drei Prozent reduzieren. Werden noch weitere Zahlverfahren hinzugefügt, ist sogar eine weitere Reduzierung möglich.

Das Ergebnis

Laut Umfrage spielt der Kaufpreis eine wichtige Rolle bei der Wahl der Zahlungsmethode:

  • PayPal wird vorwiegend bei Käufen mit einem Gesamtpreis bis 100 Euro genutzt
  • Das Lastschriftverfahren wird bevorzugt bei wiederkehrenden Zahlungen, zum Beispiel Abonnements verwendet, 65 % der Befragten greifen darauf zu.
  • Bei Haushalten mit hohem Einkommen wird vorwiegend die Zahlung per Kreditkarte verwendet.

Weiterhin interessant: Kunden unter Zeitdruck nutzen auch Verfahren, die sie sonst ablehnen würden. In diesem Fall sinkt die Abbruchquote für die sonst wenig beliebte Nachnahme von 96 auf 72 %, Vorkasse akzeptieren dann 34 statt 10 % der Kunden, die Akzeptanz der Sofortüberweisung steigt von 13 auf 52 %.

Quelle: ecommerce-leitfaden.de