Microsoft-Suchmaschine Bing – häufig unterschätzt!

Wer an Suchmaschinen denkt, denkt zu allererst an den Google Riesen, die Microsoft-Suchmaschine Bing ist auf die hinteren Plätze verwiesen. Dabei sollte man Bing nicht unterschätzen, denn dort werden eifrig Marktanteile ausgebaut. Der kleine Wettbewerber hat mittlerweile so einiges zu bieten, immerhin liegt der Anteil in Deutschland bei 12 % mit mehr als 500 Millionen Suchanfragen im Monat.

Steigender Marktanteil – von 2,5 auf 12 %

In den letzten Jahren hat Bing stark zugelegt, dank geschickter Strategien von Microsoft. So ist die Suchmaschine sehr eng mit Windows 10 verzahnt; weiß der Sprachassistent Cortana nicht mehr weiter, dann wird Bing zu Rate gezogen und dies deutlich häufiger als bei früheren Windows-Versionen. Schon daraus erklärt sich ein großer Teil des Wachstums. Auch User, die den Edge-Browser nutzen, werden automatisch zur Bing-Suche geleitet. Seit einiger Zeit wird jede Suchanfrage über Bing im Rahmen eines Bonussystems belohnt – auch das schafft Anreize.

Bing Ads als Alternative zu Google Adwords?

Die AdWords Anzeigen bei Google sind ein probates Mittel, um auf den eigenen Shop aufmerksam zu machen, richtig formuliert und platziert, sind darüber viele User zu erreichen. Doch nicht nur der Riese bietet diese Möglichkeit, Bing eröffnet neue Chancen, Zielgruppen zu erschließen und Kunden zu generieren. Die Funktion von Bing Ads entspricht der von Google AdWords weitgehend. Die Einstellungen und Inhalte werden über ein Ad-Konto geladen, ebenso kann unter verschiedenen Ads gewählt werden. Als Marketer zahlt man auch hier pro Klick auf die geschaltete Anzeige.

Größter Unterschied ist die geringere Reichweite. Trotzdem kann sich Bing für die Anzeigenschaltung lohnen, zum Beispiel um ganz neue Kundenpotenziale zu erschließen, die statt Google Bing für die Suche nutzen. Das sind vorwiegend PC-Nutzer und die sind in der Regel älter, zahlungskräftiger und besitzen einen höheren Bildungsgrad. Ein weiterer Vorteil: Gerade weil alle beim Riesen werben, ist der Markt weniger umkämpft, auch die Kosten sind geringer als bei Google. Schwachstellen gibt es natürlich auch und die liegen vor allem in Auswertung und Analyse.