Corona und seine Auswirkungen auf den E-Commerce

Seit Ausbruch des Corona-Virus im Dezember 2019 in China hat sich die Viruserkrankung in über 100 Ländern ausgebreitet. Mittlerweile ist die Krankheit zur Pandemie erklärt und die Länder reagieren mit mehr oder weniger drastischen Maßnahmen. Nicht nur das Gesundheitssystem ist von der Entwicklung unmittelbar betroffen, auch die Wirtschaft und damit natürlich auch der Online-Handel müssen mit seinen Auswirkungen zurechtkommen.

Stillstände in China mit weltweiten Folgen

Zwar ist die Krankheit in China mittlerweile bereits rückläufig, dennoch ist sie auf der ganzen Welt zu spüren: Fast jedes Produkt enthält Komponenten, die in China hergestellt wurden. Dies kann zu Produktionsrückläufen und damit zu Sortimentsengpässen führen. Die unmittelbare Folge für Online-Händler: Sie können Produkte aus dem eigenen Shop nicht mehr an den Kunden liefern und verlieren damit an Umsatz.

Corona direkt – die wichtigsten Konsequenzen

Neben möglichen Warenengpässen kommen auf den E-Commerce noch weitere Konsequenzen zu, die große wie kleine Händler gleichermaßen betreffen:

  • Die Akzeptanz gerade für Waren aus China sinkt – und das unabhängig davon, dass auch in Deutschland und mehr als 100 anderen Ländern der Virus längst eingezogen ist. Häufig aufgrund mangelnder Information ist die Angst groß, sich an chinesischen Produkten anzustecken.
  • Sinkende Kauflaune ist häufig die Reaktion auf große Krisen. Die Online-Shopper sind mit anderen Dingen beschäftigt, existentielle Ängste erhöhen die Vorsicht gegenüber Geldausgaben.

Corona – besonderes Risiko für Dropshipper

Wer im eigenen Online-Shop Dropshipping nutzt, könnte die Pandemie besonders stark spüren. Ausbleibende Bestellungen und lange Lieferzeiten sind zu erwarten, durch den Direktversand vom (chinesischen) Hersteller zum Kunden sind keine Warenvorräte verfügbar – fällt die Produktion beim Hersteller aus, versiegt mit einem Schlag der Warenstrom. Durch die recht lange Logistikkette können auch Ausfälle anderer Glieder wie der Spedition oder Reederei die Produktlieferung verlangsamen oder gefährden.

Gegenmaßnahmen ergreifen

Gegen die Auswirkungen der aktuellen Lage können Online-Händler Gegenmaßnahmen ergreifen. Dazu gehört zum Beispiel der schnelle Kontakt zum Hersteller, um sich über die aktuelle Lage zu informieren. Drohen hier Ausfälle, macht es Sinn, sich nach alternativen Herstellern umzusehen und zwar solchen, die nicht aus China kommen. Noch ist das Vertrauen in EU-Produkte intakt. Um vorhandene Kunden zu halten, ist jetzt der Zeitpunkt für direkte Kommunikation und umfassende Information, auch über mögliche Lieferschwierigkeiten. Wer kann, sollte jetzt besonders umsatzstarke Produkte auf Vorrat einkaufen, um für Engpässe gerüstet zu sein.