Amazon Kontosperrung – Was tun?

Online-Händler, die Amazon als Marktplatz nutzen, um ihre Umsätze zu steigern, unterliegen gleichzeitig vielen Regeln. Bei Nichteinhaltung droht die Sperrung und das kann gerade für kleine Online-Shops empfindliche finanzielle Einbußen mit sich bringen. Wie man auf eine Kontosperrung durch Amazon angemessen reagiert, erklärt der Händlerbund in seinem Whitepaper.

Sperrung in Variationen

Wird das Händler-Konto durch Amazon gesperrt, kann das auf verschiedene Arten stattfinden. Neben der vollständigen Kontosperrung, zum Beispiel wegen der unerlaubten Aktivierung mehrere Accounts oder den Verkauf von gefälschten Produkten gibt es verschiedene Abstufungen, die im Zusammenhang mit dem Regelverstoß stehen:

  • Konten können vorübergehend gesperrt werden, wenn es zu einer Umfirmierung kommt, mehrfache Kundenbeschwerden vorliegen oder sich die Bankdaten ändern.
  • Die Auszahlung wird temporär gesperrt, wenn sich Kunden mehrfach beschweren, die Firma umzieht oder eine Umfirmierung stattfindet. Auch durch eine Änderung des Bankkontos kann dieser Fall eintreten.
  • Die indirekte Sperrung von Produkten nimmt Amazon bei mehrfachen Beschwerden, Firmenumzug, Änderung der Kontodaten oder Umfirmierung vor.
  • Einzelne Details oder Attribute können bei einer Überschreitung der zulässigen Keyword-Anzahl gesperrt werden.

Wünscht sich der Händler die Sperrung selbst, zum Beispiel weil er eine neue Produktseite aufbauen will, setzt Amazon den Account in den Schattenmodus.

Sperrung muss nicht einfach hingenommen werden!

Wird das Amazon-Konto gesperrt, hängt das weitere Vorgehen von der Art der Sperrung ab. Abgesehen von der vollständigen Sperrung des Accounts mit Entzug der Verkäuferrechte lassen sich die Sperrungen rückgängig machen. Der erste Schritt ist ein Widerspruch per Celler Central und der Antrag auf Wiederherstellung. Dem sollte auf jeden Fall ein Maßnahmeplan beigefügt werden, in dem der Händler erklärt, dass und wie er die Gründe der Sperrung beseitigt.

Wird bei einer Kontosperrung der Zugriff auf das Seller Central verhindert, ist auch eine Kommunikation mit Amazon nicht mehr möglich. Deshalb empfiehlt es sich, vorsichtshalber eine zusätzliche Benutzerberechtigung für eine Person des Vertrauens einzurichten.

Der beste Weg: Kontosperrung vermeiden

Damit es gar nicht erst zu einer Kontosperrung durch Amazon kommt, sollten sich Online-Händler, die die Plattform nutzen, intensiv mit den Regeln befassen und diese auch befolgen. Geplante Änderungen wie Umfirmierung oder Umzug sollten vorab gemeldet werden und das am besten schriftlich per Falleröffnung.